Fachtag „Rechtspopulismus und Nachbarschaftsarbeit“

Fachtag „Rechtspopulismus und Nachbarschaftsarbeit“

Am 30. November 2018 sind Nachbarschaftsheim Darmstadt Aktive aus der Nachbarschaftsarbeit zusammengekommen und haben im offenen Format des Barcamps  zum Thema „Rechtpopulismus und Nachbarschaftsarbeit“ kommen und strategisch diskutiert.

Rechtspopulistische Gruppen, Bewegungen und Parteien sind in den Nachbarschaften aktiv, rechtspopulistische, fremdenfeindliche und ausgrenzende Haltungen und Meinungen haben auch Besucher*innen und Teilnehmer*innen von Nachbarschaftshäusern.

Nachbarschaftshäuser führen den politischen Diskurs im Stadtteil mit dem Ziel, gesellschaftliche Entwicklungen zu befördern und der Bevölkerung den breiten Zugang zu politischen Fragen und Antworten zu ermöglichen. Dieser Diskurs wird mit allen Parteien, die demokratisch gewählt wurden, geführt. Die Ausgrenzung von einzelnen Parteien ist nicht mit der Grundhaltung „offen für alle“ von Nachbarschaftshäusern und ihren Werten von individueller Selbstbestimmung, persönlicher Freiheit und Humanität zu vereinbaren. Toleranz und Freiheitlichkeit gilt gerade auch gegenüber Andersdenkenden.

Das bedeutet nicht, Meinungen, Aussagen und Aktionen, die in unseren Augen rassistisch, ausgrenzend oder demokratiefeindlich sind, unwidersprochen hinzunehmen. Vielmehr liegt die Verantwortung und Kompetenz einer freiheitlich-demokratischen Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit darin, die Auseinandersetzung zu führen und für Toleranz, Offenheit und Humanität Stellung zu beziehen.

Auf dem Fachtag wurden kreative und strategische Methoden und Herangehensweisen ausgetauscht und diskutiert. Nachbarschaftsarbeit hat die Fachlichkeit und Methodik, um Vielfalt im Gemeinwesen, Solidarität und eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken.