2019 – Jahrestagung Stadtteilarbeit: Vielfalt verbindet – Vielfalt verbinden! Nachbarschaftsarbeit stärkt Demokratie & Respekt.

Vielfalt verbindet – Vielfalt verbinden!
Nachbarschaftsarbeit stärkt Demokratie & Respekt.

Einmal im lädt der VskA zur Jahrestagung Stadtteilarbeit an wechselnden Orte in Deutschland ein. Bis zu 150 Aktive aus der Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit diskutieren über aktuelle Themen und entwickeln  neue Ideen und Impulse für die alltägliche Nachbarschaftsarbeit.

Durch die Stärkung von Toleranz und demokratischem Handeln sowie der Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen gibt Nachbarschaftsarbeit wichtige Impulse undemokratischen, intoleranten und fremdenfeindlichen Positionen entgegenzutreten. Nachbarschaftsarbeit ist konfessionell und parteipolitisch unabhängig und bezieht dennoch klar Position.

Wie gelingt es, die vielfältigen Interessen und Zielgruppen in einer Nachbarschaft miteinander in Verbindungen zu bringen? Wie können Nachbarschaftshäuser sich klar gegen rassistische und intolerante Positionen und Bewegungen einsetzen ohne ausschließend zu sein? Diese und andere Fragen werden wir in Workshops, Vorträgen und Projektbesuchen diskutieren, Best-Practise erkunden und fachliche Inspirationen erhalten.

Termin

Donnerstag, 12. September, 9:00 Uhr bis Freitag, 13. September 2019, 13:00 Uhr

Die Mitgliederversammlung des VskA findet am Tag vorher Mittwoch, 11. September ab 14 Uhr statt.

Teilnahmegebühren

Anmeldung bis 17. Juni 2019

100 € für Mitgliedsorganisationen im VskA

150 € für Nicht-Mitglieder

danach

120 € für Mitgliedsorganisationen im VskA

170 € für Nicht-Mitglieder

Anmeldung

online-Formular

Hotelempfehlungen

Wir haben in zwei Hotels Zimmerkontingente bis zum 17. Juni reserviert, die durch die Teilnehmer*innen der Jahrestagung Stadtteilarbeit abgerufen werden können:

Holiday Inn Express

109 € / Nacht inkl. Frühstück

Centro Hotel Stadt Gütersloh

114 € / Nacht inkl. Frühstück

 

Programm

Donnerstag, 12. September | TAG 1

8:45   Ankommen der Teilnehmer*innen
9:15    Begrüßung & Einführung
9:45   Grußworte
10:00  Impuls 1 // Vortrag: Prof. Günter Rausch: „Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus im Quartier – Chancen und Grenzen der GWA“ (angefragt)
10:45  Impuls 2 // Vortrag: N.N.: Repräsentative Demokratie und Begegnung in der Nachbarschaft
11:15  Gesprächsrunden

12:00 – 13:30 Mittagspause

13:30 – 15:00 Projektbesuche in  Nachbarschaftsprojekten in Gütersloh
15:30 – 18:30 parallele Workshops
18:30 – 21:00 Kultur zum Netzwerken mit Abendimbiss

Freitag, 13. September 2018 | TAG 2

9:00 – 11:00 parallele Workshops (Wiederholung)
11:30  Impuls 3 // Vortrag und Tagungsbeobachtungen
12:15  Abschluss und Ausblick
13:00 Mittagsimbiss
14:00 Ende der Jahrestagung

Beschreibung der Workshops

WS 1 Vielfalt ohne Alternative
Im Workshop werden wir über Erfahrungen mit menschenfeindlichen Erlebnissen und Strukturen sprechen und Maßnahmen, die Vielfalt stärken kennen lernen und diskutieren. Vorgestellt wird das Projekt „Beratung gegen Rechts“ des Paritätischen Gesamtverband, das Initiativen und Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege und ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die sich zunehmend Anfeindungen seitens rechter und rechtsextremer Akteure ausgesetzt sehen, stärkt und vernetzt. Mittels bedarfsorientierter Beratungs- und Bildungsangebote werden konkrete Unterstützung wie präventive Maßnahmen zur aktivierenden Selbsthilfe angeboten.
Referent: Christian Weßling, Deutscher Paritätische Wohlfahrtsverband

WS 2 Sozialer Zusammenhalt in vielfältigen Quartieren: Was kann Nachbarschaftsarbeit leisten?
Der gesellschaftliche Zusammenhalt im Quartier wird nicht nur durch die soziale Zusammensetzung seiner Bewohner*innen bestimmt, sondern auch durch spezifische Infrastrukturangebote, die einen Beitrag zur Integration und Partizipation im Sozialraum leisten. Nachbarschaftsarbeit spielt dabei eine wesentliche Rolle. Aufbauend auf den Ergebnissen eines „Lost-Letter-Experiments“ in den Städten Münster und Wuppertal sollen im Workshop die sozialräumlichen Bedingungen sozialen Zusammenhalts analysiert werden, um daran anschließend die Herausforderungen für den sozialen Zusammenhalt und die Nachbarschaftsarbeit in vielfältigen Quartieren zu diskutieren. Der Workshop ist Teil des Forschungsprojekts „Resilienz durch sozialen Zusammenhalt – die Rolle von Organisationen (ResOrt)“.
Referenten: Dr. Tim Lukas und Bo Tackenberg (Bergische Universität Wuppertal)

WS 3 Demokratie, Gemeinwesenarbeit und professionelle Haltung
Professionellen Gemeinwesenarbeit stellt sich klar allen Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegen. Doch welche Haltung und welches Wissen braucht es, um das gelingend zu tun? Im Workshop wird ein Entwurf einer Positionierung der BAG Gemeinwesenarbeit und Soziale Stadtentwicklung hierzu vorgestellt und diskutiert. Die Grundthese ist dabei folgende: „Professionelle Gemeinwesenarbeiter*innen haben Wissen um aufsuchende und aktivierende Methoden genauso wie um die Schaffung von Begegnungsräumen, in denen Vertrauen und Beziehungen aufgebaut werden können und das soziale Miteinander gestärkt wird. […] Dazu gehört Sensibilität in der Art und Weise der Gestaltung von Versammlungen, Nutzung von leichter Sprache, Angebot von Kinderbetreuung, flexibel gestaltete Zeiten für Treffen. Professionelle GWAler*innen können die unterschiedlichen Vorerfahrungen mit dem Formulieren von Bedürfnissen und Interessen und mit der Artikulation  der Bewohner*innen umgehen und gezielt die Menschen ermutigen und fördern, deren Sichtweisen durchsetzungsschwächer sind. Dabei steht GWA reflektiert parteilich an der Seite der durchsetzungsschwächeren Interessen und Personen und trägt damit zur Gestaltung von lebendigen, von Vielfältigkeit geprägten demokratischen Aushandlungsprozessen bei.“
Referentin: Prof. Milena Riedel (Vorstand BAG GWA und Soziale Stadtentwicklung)

WS 4 Kreativ für Demokratie
Mit Kunst die Welt verändern, sich für Demokratie, Freiheit und Vielfalt einsetzen – geht das? JA, sagen wir. Denn Kunst denkt mehrdimensional, denkt quer, denkt freier und kann damit Anstöße geben, Wege aufzeigen, Zeichen setzen oder auch mal den Finger in die Wunde legen.
Referentin: Jeannette Hagen

WS 5 Partizipation und Beteiligung in Nachbarschaft und Kommune
Referent*innen: Thomas Glaw, Nachbarschaftsheim Schöneberg: „KoKoDe – Wir und ich im Stadtteil“ Partizipation von Kindern und Jugendlichen
und Bezirksamt Lichtenberg (angefragt): Bürgerjurys und Stadtteildialoge in Berlin-Lichtenberg

WS 6 lokal und demokratisch. Prozesse aktiv gestalten
Am Beispiel des „Tag des Guten Lebens“ wird ein Ansatz vorgestellt, im Stadtteil demokratische Prozesse zu starten und zu gestalten.
Referent*innen: angefragt

WS 7 Begegnung gestalten. Vielfalt ermöglichen.
In diesem Workshop werden aktivierende Methoden der Nachbarschaftsarbeit vorgestellt und gemeinsam reflektiert, mit welchen Methoden, Herangehensweisen und Konzepten wir in Nachbarschaftshäusern arbeiten und so vielfältige Interessen und Menschen verbinden.
Referentin: Katharina Kühnel, Nachbarschaftsheim Neukölln e.V. und weitere

WS 8 Stadtteilspaziergang
Referent*innen: N.N., Weberei Gütersloh