2020 – Jahrestagung Nachbarschaftsarbeit: teilen . fair|teilen . umverteilen

Termin

Donnerstag, 24. September, 9:30 – 13 Uhr und Freitag, 25. September 2020, 9:30 – 13:00 Uhr

Die Mitgliederversammlung des VskA findet am Tag vorher, Mittwoch, 23. September ab 16 Uhr ebenfalls online statt. Anschließend gibt es einen online Kneipen-Abend und eine technische Einführung in den Ablauf und die Tools, die in den nächsten Tagen genutzt werden.

Die Jahrestagung wird online überwiegend per Zoom stattfinden.

Teilnahmegebühren

Zur Kostendeckung erheben wir Teilnahmegebühren in Höhe von 50 € (regulär) und 20 € (ermäßigt, nach Selbsteinschätzung).

Programm

unter Schirmherrschaft von Präsident des Bremer Senats, Dr. Andreas Bovenschulte

Tag 0 – Mittwoch, 23. September

16 Uhr – Mitgliederversammlung

18 Uhr – Einführung in die online Methoden der Tagung

19 Uhr – online Kneipe

Tag 1 – Donnerstag, 24. September 9:30 – 13 Uhr

Tag 2 – Freitag, 25. September 9:30 – 13 Uhr

Programmelemente

  • Vortrag: Idee und Umsetzung von „Sharing“, Carsten Hokema, Gründungsberater *garage Berlin
  • Inputs und Gespräche in Workshops
  • virtuelle Besuche und Gespräch in Bremer Bürgerhäusern
  • online Spaziergänge durch Berliner Kieze
  • Diskussionen und Gespräche in großen und kleineren Gruppen

Workshops

WS 1: Sharing // Teilen und Tauschen

Teilen und Tauschen sind Aktivitäten, die in vielen Nachbarschaftshäusern mit großer Selbstverständlichkeit stattfinden. Von Flohmärkten, zu Büchertauschregalen und Lebensmitteln ist vieles etabliert. Überhaupt ist der gemeinsame Raum im Nachbarschaftshaus, welcher von vielen genutzt wird, ist auch geteilter Raum.

Eigentlich alles typische Aktivitäten der Sharing Economy. Bisher stand der Aspekt des nachhaltigen Konsums bei den Sharing Aktivitäten in Nachbarschaftshäusern allerdings selten im Vordergrund. Im Workshop wollen wir gute Praxiserfahrungen kennenlernen und gemeinsam überlegen, wie sich der Bereich systematisch weiterentwickeln könnte.

Referent:innen: N.N., Wassertor e.V., Berlin-Kreuzberg, Andreas Pöttgen Bürgerzentrum Köln Ehrenfeld und N.N., Share Par – Software for sharing communities

WS 2: Arbeit // Arbeitsförderung in der Nachbarschaft zwischen Beschäftigungsfähigkeit oder Teilhabe

Programme der Beschäftigungsförderung sind etablierte Bestandteil von Nachbarschaftsarbeit. Wenn Nachbarschaftshäuser in sozial benachteiligten Quartieren liegen, ist Arbeit oder vielmehr Arbeitslosigkeit immer ein großes Thema in der Nachbarschaft. Welche Erfahrungen gibt es mit den Wirkungen von Beschäftigungsprogrammen? Wie müssen diese aufgebaut sein, damit alle Seiten von ihnen profitieren? Und welche Möglichkeiten haben Nachbarschaftshäuser zur Veränderung von Arbeitswelten beizutragen? Im Workshop wollen wir auch das Thema Grundeinkommen kontrastierend zu Projekten der Arbeitsförderung diskutieren.

Referent:innen: Stefan Purwin, Beschäftigungsinitiative, Nachbarschaftswerk Freiburg e.V.

WS 3: Gerechtigkeit // Ressourcen schaffen und teilen

Nachbarschaftshäuser sind Teil der sozialen Infrastruktur einer Kommune. Sie können Zugänge zu Ressourcen schaffen – Räume, Gelegenheiten, Bildung, Kontakte etc. Werden diese Ressourcen dann geteilt und für viele zugänglich trägt Nachbarschaftsarbeit zu einer gerechteren Gesellschaft. Stimmt diese These? Und was braucht es an Strukturen, Zugängen und Haltungen, damit das gelingt? Diese Fragen werden im Workshop diskutiert.

Referent:in: N.N.

WS 4: Wohnen // Wohnraum in der Nachbarschaft

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Unter welchen Bedingungen wir wohnen bestimmt mit über die Lebenszufriedenheit und ist Ausdruck von Lebensstil und individuellen Möglichkeiten. Diese Bedingungen werden gestaltet – von Immobilieneigentümern, von Mieter:innen, von Kommunen. Im Workshop wollen wir erkunden, wie das Thema Wohnen in der Nachbarschafts- und Gemeinswesenarbeit bearbeitet wird und welche Sharing-Ansätze verfolgt werden, um gute Wohnbedingungen zu schaffen.

Referent:in: N.N., Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. (angefragt)
N.N., LAG Soziale Brennpunkte Niedersachen e.V. (angefragt)

WS 5: demokratische Werte teilen // Toleranz, Respekt, Demokratie

In Nachbarschaftshäusern findet sich Nachbarschaft in ihrer ganzen Vielfalt und Breite wieder. Dazu können auch Nachbar:innen gehören, die menschenverachtenden Meinungen äußern. Durch die Stärkung von Toleranz und demokratischem Handeln sowie der Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen gibt Nachbarschaftsarbeit wichtige Impulse undemokratischen, intoleranten und menschenfeindlichen Positionen entgegenzutreten. Im Workshop wollen wir diskutieren wie es gelingt Diskurse in der Nachbarschaft zu gestalten und demokratische Werte zu teilen.

Referent:in: N.N.

WS 6: Wissen teilen in der Nachbarschaft

Stichworte: Bildung / Erzählcafes / Mehrgenerationenangebote …

Referent:in: N.N.

WS 7: Wissen teilen in der Organisation Nachbarschaftshaus

Professionelle Nachbarschaftsarbeit baut auf Beziehungen und Wissen in und über die Nachbarschaft und den Sozialraum auf. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Abläufen im Nachbarschaftshaus, die gemanagt werden. Um diese Daten und Informationen bilden die Wissensbasis eines Nachbarschaftshauses. Doch wer hat Zugang dazu? Wissen wir überhaupt, was wir alles wissen? Wer müsste was wissen? Was passiert, wen Mitarbeitende wechseln? In der Fabrik Osloer Straße wurde anlässlich eines Generationenwechsels versucht systematisch Wissensmanagement einzuführen. Anhand dieses Beispiels sollen im Workshop diese Fragen diskutiert werden.

Referent:innen: Melina Sifnaiou, Fabrik Osloer Str. e.V., Berlin

WS 8: online „Spaziergänge“ in Kleingruppen

  • durch den Kiez Heerstraße Nord, Berlin-Spandau geführt von Petra Sperling, GWV Heerstr. Nord e.V.
  • durch den Kiez Berlin Hohenschönhaus-Nord, N.N., Verein für aktive Vielfalt, Berlin