InfoCompass Berlin

Informationsräume für geflüchtete Menschen, Unterstützer/innen,  Organisationen und Institutionen. Das Projekt InfoCompass schafft reale und digitale Räume für Information und Begegnung. Es ermöglicht Geflüchteten, sich schnell und einfach in ihrer neuen Nachbarschaft zu orientieren und unterstützt berufliche und gesellschaftliche Integration. Es ermöglicht Unterstützer/innen, sozialen Organisationen und Betreibern Informationen und Angebote einfach und zielgerichtet auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen mehrsprachig zu vermitteln.

Nach einem ersten erfolgreichen Einsatz des Systems InfoCompass in Not- und Gemeinschaftsunterkünften in Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf, soll im Frühjahr 2016 der InfoPoint »Palmenhaus« angebunden an den »InfoBus« am Tempelhofer Flughafen in Betrieb gehen. Das »Palmenhaus« dient als Keimzelle und Labor für die Konzeption weiterer InfoPoints, die im Projektverlauf entstehen werden. Begleitend wird die Web-Plattform (www.info-compass.eu) weiterentwickelt und im Dialog mit den Nutzer/innen für den erweiterten Einsatz vorbereitet.

Aufbauend auf den im »Palmenhaus« gesammelten Erfahrungen wird das Projekt wachsen. Ab Herbst 2016 entstehen an mindestens drei weiteren Standorten InfoPoints.

Sowohl die Web-Plattform als auch die räumlichen Entwicklungen werden im Projektverlauf als Open-Source Lösung dokumentiert und stehen Initiativen und Partnern zur Nutzung und Weiterentwicklung zur Verfügung.

Der Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. (VskA) – der Fachverband der Berliner Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser – tritt als Projektträger auf. Der Verband betreibt die InfoPoints in der Anfangsphase, knüpft Netzwerke und Kooperationen vor Ort und übergibt die InfoPoints an die lokalen Kooperationspartner/innen. Der VskA bringt dazu sein Wissen und seine Kontakte aus der Nachbarschaftsarbeit aktiv ein.

place/making Stefan Göllner Jan Lindenberg GbR ist ein Kollektiv von Designern, Architekten und Urbanisten. Die Gruppe ist Urheber des InfoCompass-Projekts und verantwortet die technische und konzeptionelle Umsetzung der Maßnahmen im Förderprojekt.

Das Projekt verwirklicht exemplarisch ein neues und innovatives Informations- und Beratungsangebot für geflüchtete Menschen. Es ist in bestehende Infrastrukuren und Netzwerke eingebettet und kann daher stadtweit einen nachhaltigen Beitrag im Integrationsprozess leisten.

Wir danken der Lotto-Stiftung Berlin für ihre Förderung.