Netzwerkarbeit Nachbarschaft und Stadtteil

Der Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V. ist Fachverband für Nachbarschafts-, Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit in Berlin. Alle durch den Berliner Senat im Rahmen des Infrastrukturförderprogramms – Stadtteilzentren geförderten Nachbarschaftshäuser sind Mitglied im Verband für sozial-kulturelle Arbeit.

„offen für alle“ ist der Anspruch der Stadtteilzentren an sich – um diesem gerecht zu werden, ist u.a. eine hohe Qualität der Arbeit und eine gute Bekanntheit in der Öffentlichkeit notwendig. Im Rahmen des Projektes „Netzwerkarbeit Nachbarschaft und Stadtteil“ bietet der VskA  Information, Beratung und Koordinierung für die Berliner Stadtteilzentren an.

Projektziele

Im Projekt „Netzwerkarbeit Nachbarschaft und Stadtteil“ wird der VskA Berlin die senatsgeförderten Nachbarschaftshäuser vernetzen und ihre Arbeit koordinieren. Der VskA wird gemeinsam mit den Stadtteilzentren Maßstäbe für eine hohe Qualität der Arbeit entwickeln und umsetzen. Außerdem soll in 2016 ein Schwerpunkt auf die Öffentlichkeitsarbeit gelegt werden, damit die Angebote und Möglichkeiten von Stadtteilzentren in der (Fach-)Öffentlichkeit bekannt(er) werden. Hierzu wird insbesondere auch das „Fest der Nachbarn“ genutzt.

Projektinhalte

Information und Beratung der Berliner Stadtteilzentren

Um die Arbeit der Stadtteilzentren vor Ort zu qualifizieren, informiert der VskA im Rahmen des Projektes über aktuelle Entwicklungen, vernetzt und berät die Häuser.

–         Beratung von Stadtteilzentren durch Vor-Ort-Besuche, telefonische Beratungen und die Weitervermittlung von Kontakten

–         ein etwa zweiwöchentlicher newsletter mit Informationen für die Nachbarschaftsarbeit

–         Projekt „Stadt inklusive. Kompetenzzentrum Inklusive Stadtteilarbeit“. Das Projekt wird durch die Aktion Mensch gefördert und durch IFP-STZ-Mittel co-finanziert. „Stadt inklusive!“ hat zum Ziel, die Zugänge zu Stadtteilzentren für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Vier Stadtteilzentren werden hierbei intensiv beraten und begleitet. Unter dem Motto „offen für alle“ werden aber darüber hinaus für alle interessierten Stadtteilzentren Schulungen und Beratungen zum Thema Inklusion angeboten.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit des VskA Berlin informiert über Nachbarschafts- und Stadtteilarbeit in Berlin und stellt Fachinformationen für die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Recherche und Veröffentlichung der Informationen wird durch eine Bundesfreiwillige unterstützt.

In 2016 sind u.a. folgende Maßnahmen geplant:

  • Die Internetseite des VskA wird grundlegend überarbeitet, mit dieser Aufgabe wurde in 2015 begonnen, sie wird in 2016 fortgesetzt.
  • Im facebook-Auftritt des VskA werden Fachinformationen und Best-Practice-Beispiele geteilt.
  • Der „Kiezatlas Stadtteilzentren“ wird ständig aktualisiert und beworben, die Datenbank Lebensweltlich orientierte Räume (LOR) wird gepflegt.
  • Eine Internetpräsenz zum Thema Flüchtlings- und Willkommensarbeit wurde erstellt, diese informiert über diese Aktivitäten der Stadtteilzentren in Berlin.
  • Auf zentralen Veranstaltungen, wie der Freiwilligenbörse oder der Seniorenwoche, ist der VskA Berlin mit einem Gemeinschaftsstand der Stadtteilzentren vertreten.
  • Das „Fest der Nachbarn“, der European Neighbours Day, wird jedes Jahr am letzten Freitag im Mai gefeiert und bietet eine gute Gelegenheit für lebendige Öffentlichkeitsarbeit. Das Fest der Nachbarn findet nicht zentral an einem Punkt in Berlin statt, sondern dezentral an vielen verschiedenen Orten. Der VskA koordiniert die Durchführung, stellt Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit und berät interessierte Initiativen. Alle Informationen sind unter www.fest-der-nachbarn.de zusammengeführt.

Für weitergehende Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit für die Berliner Stadtteilzentren werden weitere Spenden und Zuwendungen, z.B. bei PS Sparen beantragt werden.

Zentrale Koordinierung und Vernetzung

Der VskA trägt zu einer Abstimmung und Vernetzung zwischen öffentlichen und freien Trägern zur Weiterentwicklung einer bürgernahen sozialen Infrastruktur im Land Berlin bei. Die Projektleiterin des VskA steht als Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Arbeit der Stadtteilzentren zur Verfügung.

Förderung des Erfahrungsaustausches

  • Koordination von Fach-Arbeitsgruppen zu den Themen „Arbeit mit Älteren“, „Willkommenskultur / Geflüchtete“, „Zuwendungen“ und „Qualitätssicherung“. Bei Bedarf werden weitere zeitlich begrenzte Arbeitsgruppen gebildet.
  • Koordination der regelmäßigen Treffen der Einrichtungsleitungen und Geschäftsführer*innen der Stadtteilzentren
  • Die Jahrestagung Stadtteilarbeit wird aktiv durch Mitarbeiter*innen der Berliner Stadtteilzentren gestaltet und ermöglicht einen bundesweiten Fachaustausch.
  • Teilnahme am Beirat zum IFP und der AG Stadtteilzentren

Fachliche Kooperationen

Die fachliche Weiterentwicklung und Vertretung der Berliner Stadtteilzentren wird durch die Kooperation mit relevanten Akteuren des Sozialwesens gestärkt.

Mitwirkung in Fachgremien

  • Mitwirkung an Fachtagungen, bei Experten- und Diskussionsforen
  • Mitwirkung an Gremien der Senatsverwaltung

Kooperation mit Hochschulen und Wissenschaft

  • Mitorganisation des „Forum Gemeinwesenarbeit“
  • Ausschreibung und Begleitung von Masterarbeiten

Qualitätsentwicklung

In der Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung des Infra­struktur­förderprogramms Stadtteilzentren ist vereinbart, dass qualitätsorientierte Strukturempfehlungen für den Bereich Nachbarschaftsarbeit auf der Grundlage der Strukturempfehlungen zum Leistungs- und Ausstattungsprofil von Selbsthilfestellen entwickelt werden. Der VskA wird im Rahmen des Projektes gemeinsam mit den Berliner Stadtteilzentren hierfür einen Vorschlag erarbeiten. Auch sollen Ideen für eine dialogorientierte Qualitätssicherung, die auf den Strukturempfehlungen basiert, entwickelt werden.