Berichte

Lernraum 5: Online gesellig & digital verbunden

Am 25. Jun 2021  sprach Irene Bär, Leiterin der youngcaritas Deutschland,  mit den MGH in einem weiteren Workshop über die Frage, wie man in Zeiten von Social Distancing und wenig Möglichkeiten des physischen Zusammenseins dazu übergehen kann, auch im Digitalraum Nähe, Verbundenheit und Austauschmöglichkeiten zu schaffen. Mit rund 25 Teilnehmer:innen tauschten wir uns zu den einzelnen Erfahrungen der MGH aus und schauten, welche Möglichkeiten und Angebotsformate für Zielgruppen passen könnten und wie man diese gezielt umsetzen kann.

Die Unterlagen des ersten Lernraumes werden allen Interessierten im MGH Intranet zur Verfügung gestellt.

Lernraum 4: Freiwilligenmanagement 2.0 – junge Engagierte online finden und binden mit vostel.de

Im zweiten Teil der Workshopreihe „Freiwilligenmangent 2.0 – junge Engagierte online finden und binden“ lag der Fokus auf dem Aspekt des Findens. Es wurden digitale Werkzeuge vorgestellt, welche soziale Organisationen bei der Realisierung ihrer Strategien zur Freiwilligengewinnung unterstützen können. Kanäle wie z. B. Facebook, die eigene Website oder Online-Plattformen wurden mit Hilfe anschaulicher Beispiele konkret analysiert und besprochen. Teilnehmende sollten Ideen, Methoden und Umsetzungsvorschläge zur Freiwilligengewinnung mitnehmen. Der Workshop umfasst einen bunten Mix aus Theorie, interaktiven Übungen, sowie angeleiteten Aufgaben, die dazu führen, Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen.

Rebekka Hesse von vostel volunteering sprach mit den Mehrgenerationenhäusern darüber, wie diese junge Engagierte online finden und binden können. Der Fokus auf junge Engagierte ist für die MGH absolut wichtig, gerade für die Zukunft des #Ehrenamts – die Ansprache im Netz aber mitunter eine vollkommen andere als bei älteren Zielgruppen. Welcher Kanal ist der richtige? Welche Themen sprechen junge Menschen an? Und wie wichtig ist eigentlich Authentizität in der eigenen Social Media Arbeit?

Mit diesen Fragen haben sich die Teilnehmenden innerhalb des Workshops beschäftigt und aus ihrer eigenen Erfahrung berichtet.
Dabei blieb im Kopf: Ganz schön herausfordernd und ganz schön viel Potenzial, das sich hier für die MGH ergibt. Für unsere Arbeit innerhalb des Projektes heißt dies auch wieder, Fokus schärfen und bedarfsgerechte Angebote entwickeln – wir planen also weitere Angebote, die in diese Richtung gehen werden.

 

Expert:innen Vortrag: Ältere Menschen und Digitalisierung mit Dagmar Hirche

Die Corona-Pandemie hat viele in die Isolation gedrängt: besonders ältere Menschen waren angehalten, jeden Kontakt zu vermeiden. Auch in den MGH war und ist dies deutlich spürbar. Man musste Wege finden, um mit dieser Zielgruppe nun auf digitalem Wege in Kontakt zu treten. Wie aber erreicht man jene, die vielleicht garnicht digital unterwegs sind? Wie unterstützt man in der Nutzung digitaler Technologien? Wie entwickelt man Angebote eines digitalen Miteinanders und schafft es, dabei alle mitzunehmen?

Im heutigen Expert:innen-Vortrag sprach Dagmar Hirche, Vorsitzende des Vereins Wege aus der Einsamkeit e.V., mit den Mehrgenerationenhäuser zum Thema „Digitalisierung und ältere Menschen“ und über ganz praktische Möglichkeiten, auch diese Zielgruppe auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen.

Die Mehrgenerationenhäuser stehen vor der Herausforderung nicht alle ihre Zielgruppen auf digitalem Wege erreichen zu können, vor allem bei älteren Zielgruppen braucht es gute und praktikable Impulse, die wie Frau Hirche sagt, „vor allem Spaß machen sollen“. Spaß hatten wir heute auf jeden Fall und nehmen gute Anregungen für die eigene Praxis mit.

 

Lernraum 3: Online-Kommunikation für Einsteiger:innen

Viele der Zielgruppen, die aktuell oder zukünftig in die MGH kommen, sind auch online unterwegs. Wer aber sind eigentlich meine Zielgruppen? Wie kann ich diese Zielgruppen online erreichen? Welche Kanäle gibt es dafür überhaupt? Und wie kann man gute Öffentlichkeitsarbeit in den eigenen Arbeitsalltag integrieren? Über diese Themen sprachen rund 25 Teilnehmer:innen der Mehrgenerationenhäuser gemeinsam in unserem dritten Lernraum. Um gut nach außen zu kommunizieren, ist es wichtig zu wissen, wofür das eigene MGH steht, was es anbietet und worauf es mit der eigenen Arbeit vor allem zielt.

Im Workshop erklärte Lara Zeyßig, Medienpädagogin und Projektleitung für MGH digital & kommunikativ, wie gelingende Online-Kommunikation funktionieren kann. Dazu verwies sie auf unterschiedliche Methoden, wie z.B. den goldenen Kreis, die Kurzbeschreibung einer eigenen Vision, die Entwicklung einer Persona. Im Anschluss wurde gemeinsam darauf geschaut, welche unterschiedlichen Kanäle sich für Online-Kommunikation eignen.

Auch die Frage, wie man sich einen Themenspeicher anlegt und möglichst ressourcenschonend Inhalte gestaltet waren Bestandteil des Workshops. Im Anschluss blieb den MGH noch ausreichend Zeit für eigene Fragen.

Die Materialien werden den Teilnehmenden im MGH Intranet zur Verfügung gestellt.

Lernraum 2: Freiwillige 2.0 mit vostel.de

Die Berliner Initiative vostel.de sprach mit MGH über die Motivation junger Menschen, um sich ehrenamtlich zu engagieren.

Soziale Organisationen & auch Mehrgenerationenhäuser ringen um junge Generationen als Nachwuchs für offene Freiwilligenstellen und Ehrenämter – gleichzeitig stellen Millennials und die Generation Y häufig auch ein Buch mit sieben Siegeln für sie dar: Warum engagieren sich junge Menschen und für welche Themen brennen sie? Haben junge Engagierte überhaupt noch Interesse am klassischen Ehrenamt oder sind wirklich nur noch kurzfristige Einsätze im Trend? Bevorzugen sie ein Engagement online oder kann man sie noch für ein Ehrenamt im analogen Raum gewinnen?

Am 10. Mai nahmen rund 25 Teilnehmer:innen gemeinsam die „Freiwilligen 2.0“, ihre Motivationen für und Wünsche an ein Engagement oder Ehrenamt mit Hilfe von Studien, Umfragen und Modellen genauer unter die Lupe. Unsere Referentin Rebekka Hesse, leitet den Bereich Partner- & Freiwilligenmanagement bei vostel.de. berät und berät dort Partnerorganisationen zur passgenauen Suche und Vermittlung von jungen Engagierten. Im Vortrag zeigte sich, dass es bereits erste gute Ideen zur Gewinnung junger Engagierter in den MGH gibt – Rebekka Hesse gab hilfreiche Tipps und Tricks für die Motivation junger Engagierter.

Der Lernraum wurde aufgezeichnet – alle Unterlagen werden den Teilnehmenden sowie Interessierten in den kommenden Tagen im MGH Intranet zur Verfügung gestellt.

 

Lernraum 1: Online gesellig & digital verbunden

Im ersten Lernraum drehte sich alles um mögliche Ideen für digitale Geselligkeit.

Die Corona Pandemie hat uns dazu angehalten, Rücksicht zu nehmen und zu Hause zu bleiben. Für Mehrgenerationenhäuser als Orte der Begegnung ergeben sich dadurch ganz neue Herausforderungen: Wie erreiche ich meine Zielgruppen auch im Digitalraum? Welche Angebote können wir durchführen, um auch online miteinander in Austausch zu gelangen und uns digital verbunden zu fühlen.

Am 07.Mai 2021 um 10.00 sprach Irene Bär, Leiterin der youngcaritas Deutschland,  mit den MGH genau über diese Themen. Gemeinsam wurde sich dazu ausgetauscht, welche Methoden und Möglichkeiten es für digitales Zusammenfinden gibt und erarbeitet, was es dafür braucht. In einer Lernrguppe von 25 Teilnehmer:innen tauschten sich die Mehrgenerationen über Ihre Ideen und Erfahrungen aus: Ob Brettspielrunde,  gemeinsames Kochen oder Online-Yogastunde – es zeigte sich, dass die MGH unglaublich vielseitige Projekte in den vergangenen Monaten umgesetzt haben, die ein hohes kreatives Potenzial und Engagement voraussetzten.

Die Unterlagen des ersten Lernraumes werden allen Interessierten im MGH Intranet zur Verfügung gestellt.

 

Expert:innen Vortrag: Datenschutz und Datensicherheit – erster Expert:innen-Vortrag für die Mehrgenerationenhäuser

Am 4. Mai fand der erste Expert:innen Vortrag für die MGH statt.

In Zeiten digitaler werdender Prozesse und Angebote in den Mehrgenerationenhäusern spielen die Themen „Datenschutz und Datensicherheit“ eine entscheidende Rolle. Welche Stolperfallen darf man besser nicht übersehen? Was gilt es zu beachten, wenn MGH mit Ihren Zielgruppen digital in Kontakt treten? Welche Tipps gibt es, um sicher & souverän mit Daten in der eigenen Arbeitspraxis umzugehen?

Am 04.Mai 2021 sprach Daniel Lehmann, Referent bei Deutschland sicher im Netz e.V.,  mit fast 100 Teilnehmer:innen genau über diese Themen und erklärte Rechte und Pflichten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für Mehrgenerationenhäuser. Auch grundlegendes Wissen zu datensparsamen Kommunikationsmitteln sowie Öffentlichkeitsarbeit wurden innerhalb des Vortrages in den Blick genommen. Es zeigte sich: Das Thema Datenschutz bringt viele Ebenen für die Mehrgenerationenhäuser mit sich. Vom Foto auf dem Sommerfest, über die Auswahl des Tools zur digitalen Videokonferenz hin zu der Verarbeitung von Daten der Zielgruppe – Daniel Lehmann gab einen ersten Überblick und konnte auf einzelne Fragen der MGH eingehen. Hier zeichnet sich ganz klar der Wunsch nach weiteren Austausch- und Vertiefungsformaten ab, die wir in der weiteren Planung der Angebote berücksichtigen werden.

Für alle MGH werden der aufgezeichnete Vortrag sowie zusätzliche Materialien im Intranet zur Verfügung gestellt.

 

Auftaktveranstaltung für das Projekt „MGH – digital & kommunikativ“

Was für ein Auftakt: Über 130 Teilnehmer:innen der Mehrgenerationenhäuser aus ganz Deutschland waren beim Startschuss des Projekts MGH digital & kommunikativ mit dabei!

Mit diesem neuen Projekt beauftragt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den VskA e.V. mit der Durchführung von Angeboten , die sich vor allem an Koordinierende der Mehrgenerationenhäuser richten. Sie sollen Unterstützungsangebote zu digitalen Themen erhalten, wie z.B. Workshops, Lernräume und andere Online-Austauschformate, um die eigenen digitalen Kompetenzen auf- und auszubauen, Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen und dazu befähigt werden, ihre Zielgruppen auf digitalen und hybriden Wegen zu erreichen.

Mehrgenerationenhäuser sind Orte der Begegnung. Sie leben vom Austausch und dem Engagement ganz unterschiedlicher Menschen. In Zeiten der Corona-Pandemie verlagert sich ein Großteil des Engagements allerdings in den Digitalraum, was neue Herausforderungen für die MGH mit sich bringt.

In ihrer Begrüßung  sprach Dr. Steffi Augter, Leiterin des Referats Mehrgenerationenhäuser im BMFSFJ, darüber, dass die MGH viele neue Wege gehen müssten, um ihre Zielgruppen auch in der aktuellen Situation erreichen zu können. Demnach seien digitale Angebote wichtig, aber sollen und können die analogen Formate des Austausches vor Ort nicht ersetzen.

Mit dem Projekt „MGH – digital & kommunikativ“ möchte der VskA e.V. Möglichkeiten schaffen, um die MGH im Prozess zunehmender Digitalisierung zu begleiten. Hierzu erklärte Barbara Rehbehn, Geschäftsführerin des VskA Bundesverbandes, dass der VskA e.V. Angebote initiieren wird, die sich an den Bedarfen der MGH orientieren und möglichst einfache und praxisorientierte Handlungsoptionen mit sich bringen. Das Angebotsspektrum umfasst hierbei Beratungssprechstunden, Lernräume, Expert:innen Vorträge und einen Innovations-Kreis.

Lara Zeyßig ist Medienpädagogin und bringt bereits viel Erfahrung in der Begleitung von Netzwerken und Beratung zu Digitalthemen mit. Sie wird das Projekt leiten, die Angebote organisieren und neben eigenen Beratungsstunden auch medienpädagogisches Material entwickeln. Frau Zeyßig führte in der Auftaktveranstaltung auf, dass es darum geht, Nutzer:innen im Digitalen zu erreichen, die ggf. nicht digital affin sind. Hierfür bedarf es einer besonderen Sensibilität auf der einen und spezifische Vermittlungskompetenzen auf der anderen Seite. Um die MGH hierfür zu befähigen, fungiert sie als konkrete Ansprechpartner:innen und fördert zielgerichteten Austausch.

Innerhalb der Veranstaltung arbeiteten die MGH in Kleingruppen und diskutierten nach einer kurzen Kennenlern-Runde die Frage nach den Herausforderungen, denen sie mit Blick auf Digitalisierung begegnen. Im Anschluss tauschten sie sich über erste Ideen für gelingende MGH Arbeit aus und formulierten konkrete Wünsche an das neue Projektbüro.

In der Auswertung zeigten sich klare Inhalte für die Themenfelder: Kommunikation, Zielgruppenorientierung, Begleitung, rechtliche Fragen, Finanzierung und Vernetzung.

Für diese Themenfelder wird der VskA e.V. bis Ende des Jahres entsprechende Angebote konzipieren. Wir freuen uns darauf!